WAS MACHT DAS EXTREMITÄTEN-MRT BESONDERS?

Anders als bei einem klassischen Ganzkörper-MRT wird nur die zu untersuchende Körperregion im Gerät positioniert. Bei Untersuchungen von Knie, Fuß, Hand, Handgelenk oder Ellenbogen bleiben Kopf und Oberkörper außerhalb des MRTs. Das schafft mehr Freiraum während der Untersuchung und kann insbesondere für Menschen angenehm sein, die Enge oder Platzangst als belastend empfinden. Gelenke, Sehnen, Bänder, Knorpel, Knochen und Weichteile können dabei gezielt und detailliert dargestellt werden.

Wann ist ein Extremitäten-MRT sinnvoll?

Ein Extremitäten-MRT ermöglicht eine detaillierte Darstellung von Strukturen, die im Röntgenbild nur eingeschränkt beurteilt werden können. Dazu gehören insbesondere Menisken, Bänder, Sehnen, Knorpel und Weichteile. Eine Untersuchung kann unter anderem sinnvoll sein bei:

  • Anhaltenden oder unklaren Gelenkschmerzen
  • Sport- und Unfallverletzungen
  • Verdacht auf Meniskus-, Band- oder Sehnenverletzungen
  • Knorpelschäden und Arthrose
  • Entzündlichen Veränderungen
  • Stressreaktionen oder Stressfrakturen
  • Unklaren Schwellungen und Bewegungseinschränkungen

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Diagnostik

Wie läuft die Untersuchung ab?

Für die Untersuchung wird nur die betroffene Körperregion im Extremitäten-MRT positioniert. Je nach Fragestellung dauert die Untersuchung in der Regel etwa 20 bis 30 Minuten. Während der Aufnahmen sollte die untersuchte Region möglichst ruhig gehalten werden. Anschließend werden die Bilder fachärztlich ausgewertet. Die Bilddaten stehen unmittelbar nach der Untersuchung zur Verfügung, der schriftliche Befund in der Regel innerhalb von ein bis zwei Werktagen.

Wer trägt die Kosten für das MRT?

Das Extremitäten-MRT bieten wir für Privatversicherte und Selbstzahler an. Eine Abrechnung über die elektronische Gesundheitskarte der gesetzlichen Krankenversicherung ist nicht möglich.

Gesetzlich versicherte Patienten können die Untersuchung nur als Selbstzahlerleistung in Anspruch nehmen. Über die voraussichtlichen Kosten informieren wir Sie selbstverständlich vor der Untersuchung.

Mehr Freiraum – Ihre Vorteile

Beim Extremitäten-MRT befindet sich nur die zu untersuchende Körperregion im Gerät. Das ermöglicht eine gezielte Untersuchung von Gelenken und umgebenden Strukturen und bietet gleichzeitig mehr Freiraum als ein klassisches Ganzkörper-MRT. Gerade für Menschen, die Enge eines großen MRT als unangenehm empfinden, kann dies die Untersuchung für Sie enorm erleichtern.

Hinweis zu den Kosten:
Die Abrechnung erfolgt gemäß Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Selbstzahler erhalten die voraussichtlichen Kosten vor der Untersuchung schriftlich oder per E-Mail. Die tatsächlichen Kosten können in Ausnahmefällen abhängig vom individuellen Untersuchungsumfang abweichen.

Termine vergeben wir über die Online-Rezeption.

Oder sprechen Sie uns gerne an.

Fakten und Fragen

Informieren Sie sich gerne bereits vor Ihrem Termin bei uns.

Welche Körperregionen können mit dem Gelenk-MRT untersucht werden?

MRT des Knies

Mit der MRT lassen sich unter anderem Menisken, Kreuz- und Seitenbänder, Knorpel, Sehnen, Knochenmark und Gelenkergüsse beurteilen. Sie ist besonders hilfreich bei anhaltenden Beschwerden nach Verdrehungen, Stürzen oder sportlicher Belastung.

MRT von Sprunggelenk und Fuß

Nach einem Umknicken oder bei länger bestehenden Belastungsschmerzen können unter anderem Außenbänder, Achillessehne, Knorpel, Knochen und Sehnen untersucht werden. Auch Stressreaktionen, Stressfrakturen und entzündliche Veränderungen lassen sich häufig frühzeitig erkennen.

MRT von Hand und Handgelenk

Die Untersuchung kann Band- und Sehnenverletzungen, Veränderungen des TFCC-Komplexes, Knorpelschäden, frühe Arthrosezeichen sowie Ursachen unklarer Schwellungen oder Bewegungseinschränkungen sichtbar machen.

MRT des Ellenbogens

Typische Fragestellungen sind Sehnenansatzbeschwerden wie Tennis- oder Golferellenbogen, Bandverletzungen, Knorpelschäden, freie Gelenkkörper sowie Beschwerden nach Sturz oder sportlicher Belastung.

Was muss ich vor der MRT-Untersuchung beachten?

Bitte legen Sie Schmuck, Uhren und andere metallische Gegenstände im Untersuchungsbereich vor der Untersuchung ab. Auch Piercings sollten – soweit möglich – entfernt werden. Auf glitzernde Kosmetikprodukte im Untersuchungsbereich sollten Sie am Untersuchungstag verzichten.

Was muss ich zum Untersuchungstermin mitbringen?

Bitte bringen Sie vorhandene Vorbefunde, Arztbriefe und frühere Bildaufnahmen mit. Falls Sie Implantate oder medizinische Geräte tragen, bringen Sie bitte auch vorhandene Implantatpässe oder Herstellerinformationen mit.

Muss ich vor der Untersuchung einen Fragebogen ausfüllen?

Ja. Vor der Untersuchung benötigen wir einige Angaben zu Ihrer medizinischen Vorgeschichte, möglichen Implantaten und Ihren aktuellen Beschwerden. Diese Informationen sind wichtig, um die Untersuchung sicher durchführen und die medizinische Fragestellung bei der Befundung berücksichtigen zu können.

Was muss ich bei Implantaten, Metall oder Herzschrittmacher beachten?

Bitte teilen Sie uns schon bei der Terminvereinbarung mit, ob Sie Implantate, einen Herzschrittmacher oder Metall im Körper haben. Bringen Sie die vorhandenen Implantatausweise zum Termin mit. Wir prüfen vorab, ob die Untersuchung mit unserem Gerät möglich ist.

Gibt es eine Begrenzung durch den Bein- oder Gelenkumfang?

Aufgrund der technisch vorgegebenen Öffnungsweite des Extremitäten-MRTs kann eine Untersuchung bei sehr kräftigen oder muskulösen Beinen unter Umständen nicht möglich sein. Wenn Sie unsicher sind, sprechen Sie uns bitte bereits bei der Terminvereinbarung an. Durch eine kurze Umfangsmessung können wir vorab prüfen, ob die betroffene Körperregion sicher und komfortabel im Gerät positioniert werden kann.

Wann erhalte ich meine MRT-Bilder?

Die Bilddaten stehen unmittelbar nach der Untersuchung zur Verfügung.

Wann liegt der schriftliche Befund vor?

Die Aufnahmen werden fachärztlich ausgewertet. Der schriftliche Befundbericht liegt in der Regel innerhalb von ein bis zwei Werktagen vor.

Unsere Praxis ist unter anderem gut erreichbar aus Neukirchen-Vluyn, Rheinberg, Moers, Duisburg und Krefeld.